Bleidornkaserne 1938

Die Bleidorn bzw. Artilleriekaserne wurde ab 1935 im Rahmen der Kriegsvorbereitung des faschistischen Deutschlands errichtet, damals noch für pferdebespannte Geschütze. Es gab nur geringe Schäden durch alliierte Luftangriffe während des 2. Weltkrieges.

Im April 1945 eroberte die US-Armee Gießen und requirierte auch die Bleidornkaserne. Die Kaserne wurde in Pendleton-Barracks umbenannt. Namensgeber war Staff Sergeant Jack J. Pendleton, der 1944 beim Angriff auf Aachen gefallen war. Hier wurde eine Instandsetzungs- und eine Fernmeldeeinheit stationiert.

In den Focus der Gießener kam die Kaserne während der 80er Jahre, als es Truppenparaden der US-Army gab, die regelmäßig von Kriegsgegnern gestört wurden. 1992 wurde die Kaserne geräumt. Ausnahme blieb die Zahn- und Tierklinik, in der eine "signal company" untergebracht war.

Pendleton-Barracks 1985Das Umbaukonzept wurde ab 1993 vom Verein Soziales Leben und Mieten e.V. entwickelt, der ein Teil der sozialen Bewegung Gießens war. Durch die Unterstützung von Bürgermeister Lothar Schüler und Dr. Bernhard Meier-Weigt des Hessischen Wissenschaftsministeriums konnte die Finanzierung des Umbaus ab 1995 sichergestellt werden.

Der Umbau wurde durch die Architketen Prof. DW Dreysse und Christian Dannehl geplant. 1996 erhielt die GSW für den Umbau den Bauherrenpreis des Deutschen Städtetags für die vorbildliche Konversion einer Kaserne.

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